Achtsamkeit

Achtsamkeit

Das Wort Achtsamkeit bedeutet, in unserem Leben ganz wach zu sein, jeden Moment in all seiner Lebendigkeit, seiner Wirklichkeit, seinen Freuden und Sorgen so zu erfahren, wie er ist.
Wenn es uns gelingt, im Augenblick zu ruhen, sind wir zugleich in unserem Körper zu Hause und bekämpfen uns nicht, noch treiben wir uns an oder lehnen uns ab. Wir üben uns in einer akzeptierenden Haltung den Phänomenen des gegenwärtigen Moments gegenüber.
Achtsamkeit praktizieren bedeutet, unseren Geist mit einer gewissen Unberührtheit zu beobachten, die nicht mit kalter Distanz gleichzusetzen ist. Sondern mit der Bereitschaft, alles dasein zu lassen und wahrzunehmen, was kommt und geht. Ob es Gedanken, Körperempfindungen, Geräusche oder Emotionen sind.

Mit Achtsamkeit kultivieren wir Mitgefühl mit uns und anderen.

„Die Achtsamkeit, so wie sie heutzutage verstanden wird, bezieht sich auf unterschiedliche Wurzeln: Im Zentrum stehen der Buddhismus und die Vipassana-Praxis, wobei der vietnamesische Mönch Thich Nhat Hanh – der Gründer des “engagierten Buddhismus” – viel zur Verbreitung von Achtsamkeit im Westen beigetragen hat. Viele Achtsamkeits-Programme beziehen auch Yoga-Praktiken mit ein.
Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung. Achtsamkeit bedeutet das bewusste Beobachten, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt.

Diese ist

  • wohlwollend, akzeptierend,
  • nicht urteilend, nicht wertend,
  • nicht einteilend oder kategorisierend,
  • nicht identifiziert mit dem Objekt der Beobachtung, jedoch unmittelbar an der
  • Erfahrung teilhabend,
  • unvoreingenommen, offen,
  • die Welt wie mit den Augen eines Kindes betrachtend (“Anfängergeist”).
Entscheidend ist dabei die Bewusstheit über den Prozess des Beobachtens selbst, ein Gewahrsein, des Gewahr seins, unabhängig von den beobachteten Objekten, unabhängig davon, ob der Fokus  der Aufmerksamkeit weit oder eng ist. Bildhaft gesprochen stellt das “Erwachen des inneren Beobachters” das Essentielle der Achtsamkeit dar.“ 
    Quelle: http://www.achtsamleben.at/definition/
 Achtsamkeitstrainings werden heute nicht nur bei der Stressreduktion angewendet, sondern finden auch bei Angst- und Panikstörungen, Depressionen, Schmerzen, chronischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, Traumata oder Persönlichkeitsstörungen  Anwendung.