Aufbau des I-S-K-I-E

Aufbau des I-S-K-I-E und Definition der vier Hauptkategorien

Dem I-S-K-I-E liegt ein eigenständiges Modell zugrunde, welches die nun folgenden Kategorien und Merkmale beinhaltet.

I-S-K-I-E besteht aus insgesamt 131 Situationsitems die nach inhaltlichen Kriterien gruppiert wurden. Diese Items wurden insgesamt vier Hauptkategorien zugeordnet. Diesen vier Hauptkategorien wurden wiederum nach inhaltlichen Kriterien insgesamt 25 Merkmalen zugeordnet. (siehe dazu auch Univ. Diplomarbeit von Walter Krug 2001).

Nr.: Hauptkategorien Sitationsitems Merkmale
I Interaktionskompetenz 39 7
II Individuelle Flexibilität 33 5
III Selbst-regulative Kompetenz 28 6
IV Meta-kognitive Kompetenz 31 7
  Summe: 131 25

 

Kategorie I: „Merkmale zur Interaktionskompetenz“

Die Kategorie „Merkmale zur Interaktionskompetenz“ stellt eine so genannte Basiskompetenz dar, die für eine zufrieden stellende Handlungsmöglichkeit in Interaktionen mit anderen eine notwendige Voraussetzung bildet. Diese Kategorie beinhaltet Merkmale, in denen eine Interaktion mit der Umwelt beschrieben wird bzw. stattfindet.

Weiters beinhaltet diese Kategorie alle Merkmale, die als Voraussetzung für eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt betrachtet werden können. Ebenfalls wurden dieser Gruppe Merkmale zugeordnet, die das Thema verbale bzw. non-verbale Kommunikation beinhalten.

Kategorie II: „Merkmale zur individuellen Flexibilität“

Bei dieser Kategorie „Merkmale zur individuellen Flexibilität“ wird die individuelle Flexibilität in verschiedenen Interaktionssituationen angesprochen. Es wird versucht, die Flexibilität zwischen dem Individuum und der Umwelt sowie den zur Verfügung stehenden Handlungsraum zu beschreiben, der zwischen dem Individuum und der Umwelt besteht. Dieser Kategorie liegt die Annahme zugrunde, je größer dieser Handlungsraum für das Individuum ist, desto mehr Handlungsmöglichkeiten ergeben sich für den Einzelnen in einer konkreten Interaktion mit seiner Umwelt. Auch der Flexibilität beim Umgang mit den intrapersonellen psychischen und kognitiven Prozessen wird hier große Bedeutung beigemessen.

Kategorie III: „Merkmale zur selbst-regulativen Kompetenz“

Diese Kategorie „Merkmale zur selbst-regulativen Kompetenz“ beinhaltet im wesentlichen Merkmale, die sich mit den „regulativen“ Prozessen, die innerhalb einer Person ablaufen, auseinandersetzen. Auch die Fähigkeit, mit den emotionalen „Regungen“ umgehen zu können, ist ein wichtiger Punkt in dieser Kategorie. D.h., dass hier versucht wird, sich mit der Frage auseinander zu setzen, wie Personen in Alltagssituationen mit den in sich abspielenden „emotionalen Regungen“, wie z.B. Bedürfnisse, Wünsche, Emotionen, Ängste, Freude usw., umgehen können. Weiters beschäftigt sich diese Kategorie auch mit der individuellen Wahrnehmung dieser „emotionalen Regungen“ und den motivationalen Kräften, die innerhalb einer Person zum Tragen kommen.

Kategorie IV: „Merkmale zur meta-kognitiven Kompetenz“

Die Kategorie „Merkmale zur meta-kognitiven Kompetenz“ beinhaltet primär Merkmale, die sich mit den „allgemein kognitiven Prozessen“  auseinandersetzt. Den Schwerpunkt bilden dabei die „meta-kognitiven Prozesse“, die bei der Ausprägung der Überblicksgewinnung, dem Erkennen der eigenen Grenzen, dem Planen und Handeln, der Perspektivenübernahme und bei der kritischen Kontrolle, usw. einen gewichtigen Einflussfaktor darstellen.